Bauklötze

Der kleine Baumeister

84196-klötzchen-trommelEin Menge von Bauklötzen, meist ähnlich geformt und kaum von einander zu unterscheiden. Doch dieses Baby-Holzspielzeug scheint insbesondere auf Kleinkinder eine große Anziehungskraft auszuüben. Das Stapeln der Klötze und das Errichten horizontaler Gebilde erfreut sich bei den Kindern nach wie vor großer Beliebtheit. Steht erst einmal ein Konstrukt, wird es meist auch gleich wieder abgerissen und in neuer Form neu aufgebaut. Vielleicht erklärt dies die Faszination.

Flexibel und variantenreich

Ob vertikal oder horizontal – Bauklötze gehören zu den flexibelsten Holzspielzeugen für Babys überhaupt und lassen damit ein variantenreiches Spiel zu. Die einzelnen Elemente bestehen meist aus simplen geometrischen Formen, wie Würfel, Quader, Pyramiden oder Kugeln und ermöglichen damit erst eine breite Spielpalette. Erst durch die Reduzierung auf diese simple Formgebung können die Konstruktionen erst entstehen. Denn durch identische Größen passen die einzelnen Elemente problemlos aneinander an.

Ein vielseitiges Training

58669-bausteine-bauklötze-und-setzkästenDen Prototyp für für die heutigen Bauklötze lieferte im 19. Jahrhundert der Pädagoge Friedrich Fröbel. Der Erfinder des Kindergartens erkannte schon früh, dass mit diesem Spielzeug viele Sinne und Fähigkeiten trainiert werden. Das Greifen, das Halten und das Hinzufügen eines Bausteines in das gesamte Konstrukt schult die Auge-Hand-Koordination des Kleinkindes. Dabei wird auch das Feingefühl in den Fingern weiter ausgebildet. Denn die Kleinen lernen die unterschiedlichen Formen zu fassen. Die Flexibilität der Bauklötze ist dabei in gesteigertem Maße anregend für die Weiterentwicklung der Kreativität. Kinder erfinden Geschichten und fangen an darum herum zu bauen. Einmal ist dieses Baby-Holzspielzeug eine Stadt, dann Menschen und dann Autos. Somit gestalten die Kleinen die Flexibilität der Bausteine voll aus. Das Kind schafft sich seine eigene Spielwelt, entdeckt neue Spielweisen und zeigt dabei eine Menge Spielspaß. Es bewegt sich in einer freien, von ihm selbst geschaffenen Spielumgebung. Dabei fängt das Kind an zu experimentieren. Es baut auf, verändert und zerstört – ob absichtlich oder nicht – auch mal ein Bauwerk. Auf diesem Wege lernt es physikalische Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und wahrzunehmen, wenn bspw. der frisch aufgestapelte Turm plötzlich wackelnd zusammenbricht. Einige Bauklötze werden mitunter als Baukastensystem vertrieben. Hier liegt dann doch eine Anleitung vor, nach der Figuren oder Formen nachgebaut werden. Bei dieser Art des Spiels wird abstraktes Denken geschult. Das Kind lernt Zusammenhänge zu verstehen und kann Verknüpfungen setzen. Eltern sollten aber berücksichtigen, dass ihre Kleinsten nur wenige Bausteine benötigen, um in ihrer Spielwelt aufzugehen. Eine große Menge an Bauklötzen könnte sie hingegen überfordern.

Formgebung

Der Markt der Bauklötze wird immer noch überwiegend vom klassischen Design beherrscht. Die erhältlichen Sets bestehen auf heute noch aus geometrisch geformeten Einzelteilen. Quader, Pyramiden, Dreiecke, Kugeln, Halbkreise. Entweder sind sie in kunterbunten Farben erhältlich oder im zeitlosen, naturbelassenen Design. Fast schon überflüssig zu erwähnen das der bevorzugte Rohstoff nach wie vor das Holz ist. In verschiedenen Sets können die Bausteine aber auch eine abweichende Formgebung besitzen. Dann gilt es ein spezielles Bauwerk zu errichten, für das die einzelnen Elemente typisch sind (Ritterburg).

Was mit Bauklötzen möglichen ist

Kinder benötigen zum Spiel mit Bausteinen keine explizite Anleitung. Der Spieltrieb und die Ideen sprudeln meist von ganz alleine. Mit viel Spielfreude lassen sich die  unterschiedlichsten Bauwerke damit umsetzen: Türme, Burgen, Brücken, Häuser aller Art. Die Vielfalt dieses Holzpielzeugs für Babys ist groß und hängt nahezu alleine von der Fantasie ihres Kindes ab. Es ist aber auch möglich ein Spielziel zu verfolgen: Lassen Sie ihr Kind doch einfach einmal die Grenzen der Physik ausloten und einen hohen oder schiefen Turm aufstabeln. Lassen Sie ihr Kind eine kleine Stadt oder einen Zoo bauen!

Worauf man beim Kauf achten sollte

Die Kinder sollten die Bauklötze gut greifen können. Achten Sie also darauf, ob die Größe auch den kleinen Kinderhänden entspricht. GS- oder TÜV-Siegel sind ein guter Indikator für hohe Qualität. Zusätzlich sollten Eltern auch auf den Geruch achten. Riechen die Bauklötze streng, könnten hier unangenehmen Zusatzstoffe im Lack enthalten sein. Auch Bausteine  mit scharfkantigen Ecken, an denen sich Kinder schnell verletzten könnten, sollten für den Kauf nicht in Betracht gezogen werden. Sets mit Kleinteilen gilt es auszuschließen, denn diese könnten verschluckt werden.